Dummheit gewinnt

Wer kann von sich schon behaupten intelligent zu sein. Selbst die Dummen werden nicht müde zu behaupten, dass auch sie der schlaueren Gattung zuzurechnen seien. Am Ende gewinnt nicht selten die Bauernschläue oder die Gerissenheit und der/die brave, aber aufrichtige Zeitgenoss*In geht leer aus. Am Erfolg allein ist Dummheit nicht zu messen. Oder müssen wir einen anderen Maßstab anlegen?

Die nächste Dimension verlangt von uns die Einsicht in langfristige Entwicklungen. Wer nur im eigenen Suppenteller herumlöffelt, übersieht die Pluridimensionalität dieses Planeten. Wir benötigen also für intelligente (lat. intellegere = einsehen, erkennen) Entscheidungen Maximen, die uns als eine Art Leitplanke dienen können. Eine dieser Maximen ist das Leben selbst. Wer sich lebensfeidlich verhält, verliert das Attribut „Intelligenz“ und muss sich erklären lassen, dass er seine Basis riskiert und deshalb keine Unterstützung bekommen wird.

Dumme Entscheidungen kümmern sich nicht um die Maxime „Leben“. Sie werden nach willkürlichem Gutdünken, aus Einfalt heraus oder mit einem populistischen Hintergedanken getroffen. Die Beachtung der Langfristigkeit und der Belastbarkeit hinsichtlich der „Lebensmaxime“ wird genüsslich ausgeklammert.

Der schnelle Gewinn, das kurzfristige Vergnügen oder eine skrupellose Machtprämisse rücken in den Vordergrund der Betrachtungen. Meist verkaufen uns populistisch angehauchte Verführer*Innen ein Paket aus sozialer Fürsorge und gespieltem Interesse, aus gekonnter Angstmache und benutzter Unsicherheit, um die eigenen Interessen besser bedienen zu können. Maximenlos werden wir wie dumme Schafe das Paket schlucken und die Folgen fressen müssen.

Der neuste Hype ist das identitäre Modell eines „Wir sind wir!-Projekts, das sich Gleichgesinnte sucht, die immer in das Einheitsrohr blasen, ganz gleich wie sinnvoll:

Wir sind Veganer*Innen!

Wir sind Femnist*Innen!

Wir sind gegen Diskriminierung!

Wir sind für Gleichberechtigung!

Auf den ersten Blick scheint alles in bester Ordnung. Kein Mensch hat etwas gegen Gleichberechtigung. Bei genauer Betrachtung stellt sich allerdings der Ausdruck „Gleich“ als sehr dehnbar dar, so dass er als Vehikel der Gruppenzugehörigkeit leicht missbraucht werden kann. Schließlich geht es nur um „UNS“.

Ohne Vielfalt und Toleranz, ohne wirkliche Offenheit und echte Rücksichtnahme (Respekt) ist Zukunft nicht zu gestalten, schon gar nicht in Corona-Zeiten.

Unityall ist eine freier Blog, der zu unabhängiger Meinungsbildung anregen möchte. Wir verabscheuen extremistische, einseitige, inhumane und lebensfeindliche Äußerungen und Aktivitäten.

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