Wenn in Paris Terroristen wahllos um sich schießen, dann kann die Antwort nicht in einer Erhöhung der Mauern liegen. Wenn in Paris fehlgeleitete Menschen ihr Heil im Selbsttod suchen, dann kann die Antwort nicht in Mutlosigkeit und Feigheit bestehen, die da schärfere Gesetze und starke Hände fordert, sondern die Antwort muss dem grundsätzlichen kulturellen Problem gelten, das wir weltweit vor uns haben.

Es gibt Regionen, die in ihrer humanistisch-unilogischen Entwicklung noch nicht sehr weit fortgeschritten sind. Es gibt Regionen in dieser Welt, in denen das Frauenbild ein eher mittelalterliches denn ein fortschrittliches ist. Hier demütigen brunftige Hirsche die Jungen und installieren Herrschaftsregime, die Frauen als Zuchtstätte ihres Nachwuchses markieren, aber nicht als würdige und gleichberechtigte Mitglieder einer modernen Zukunftsgesellschaft.

Die Kränkung junger Männer (und Frauen?), die narzistische Verirrung ihres Selbst, sorgte in Paris für ein Blutbad, das keineswegs seinesgleichen suchen muss. Weltweit wird vor diesem Hintergrund gemordet und abgeschlachtet. Die Waffenlieferanten (die Bundesrepublik Deutschlad trägt als weltweit drittgrößter Waffenproduzent das ihre dazu bei) können derweil ungeschoren weitermachen und Milliarden in ihre dreckigen Kassen spülen, während wir als Fußvolk schweigsam und betroffen die Köpfe senken: „Was sollen wir auch tun!?“ Gegen den Fanatismus von Religionen ist scheinbar kein Kraut gewachsen, aber gegen die Neurose religöser Extremisten kann sich der aufgeklärte und scharfsinnige Geist stemmen, der mit Bedachtsamkeit und Mäßigung, mit Bescheidenheit und klarer Stimme eine Grenze zu setzen weiß:

  • gegen die blöde Rechthaberei von Willkürpredigern und Schriften, die ihr Papier nicht wert sind.
  • gegen die sinnlose Verstärkung vergangener Kränkungen in einem kulturellen Umfeld, das sich in die Steinzeit zementieren möchte.
  • gegen die hasserfüllte Parolendrescherei von intellektuellen Schmalfußindianern, die in den Medien noch Plattform und Diskurs erhalten und schließlich
  • für die differenzierte und streitbare demokratische Zukunftsgesellschaft, die sich der Auseinandersetzung ohne Verletzung der Individualrechte stellt
  • für die universellen Menschenrechte, die biophil (das Leben liebend), die Methode des Attentats mit Selbsttötung ächten und zur Besinnung aufrufen.
  • für eine neue Kultur des Miteinander, die die primitiven neurotischen Strukturen der Vergangenheit immer besser überwinden hilft.  

 

Wir sind alle aufgerufen in diesem Sinne unsere Stimmen zu erheben und für ein geeintes Europa einzutreten, das den armseligen Tätern entgegenruft:

 

WIR SIND PARIS
WIR SIND EUROPA
WIR SIND DIE MENSCHEN DIESER ERDE

TERROR IST EIN GEIST DER VERGANGENHEIT! WIR GLAUBEN AN DIE ZUKUNFT ALLER!


Unityall - alles für die eine Welt!