Im Prinzip müsste die Frage lauten: Sind die Religionen noch zu retten? Die Vorstellungen der Atheisten halten Fakten und wissenschaftliches Know How bereit. Gott hat sich mir persönlich noch nicht nachvollziehbar und direkt vorgestellt. Es wäre also ein Leichtes ihn zu leugnen und der Wirklichkeit zu folgen. Es gibt nichts, was sich nicht evident machen lässt…eine lange Diskussion würde uns erwarten.

Nun ist die Welt bekanntlich nicht so einfach und Gott ist nicht in Schriften zu beweisen. Deshalb werden die Kirchen in ihrer aktuellen Formation zu Anpassungen gezwungen werdern. Täglich wird die Schar der „Evangelikalen“ größer, die sich von den festgefahrenen, dogmabesetzten Mustern der Konfessionen (Katholisch /Evangelisch/Orthodox/Anglikanisch etc.) lossagen und liberalere, und damit häufig weit willkürlichere Glaubensauffassungen bevorzugen. Einige Mitmenschen beginnen tatsächlich zu denken (selbständig!) und finden neue Modelle für Gott. Neue Gottesbilder sprießen aus den Böden und führen zu einem bunten Garten aus allerlei Gewächs. Persönliche Gottesbilder sind in Mode und jeder hat am Ende ein eigenes Bild, das argumentativ mehr oder minder auf der Party bestehen kann. Hinzu kommen die westeuropäischen Adaptationen buddhistisch-hinduistischen Gedankenguts, die uns dann als Buddhismus etc. vorgestellt werden. Keinesfalls bleiben die anderen Weltreligionen von dieser Entwicklung der Individualisierung und Verwässerung verschont. Sie radikalisieren sich, um dem Trend zur Verweltlichung zu entkommen. Das wird nur temporär gelingen. Am Ende steht eine Tendenz zur Spiritualisierung und Aufweichung: Schlicht und ergreifend, weil sich die Wirklichkeit so darstellt. Alles wird EINS werden. So wie sich die Haarfarben und die Sprachen auf dieser Erde angleichen werden, so werden die Religionen zu EINER werden. Es wird bei eine großen Vielfalt bleiben, aber die Haupterkenntnisse werden zur Kohärenz streben. Gott wird durch uns und durch alles auf dieser Erde emanent, weil er in uns immanent ist. Er steckt also gleichsam als eine Art Prinzip in uns. Wir entscheiden wie er zum Ausdruck kommen kann. Es kommt damit auf uns an, was letztlich aus den Religionen und Glaubensrichtungen werden wird. Wenn Gott in uns steckt, dann wird er nicht sterben, solange wir in der Lage sind sein Prinzip zu verwirklichen. Wenn wir die Erde ruinieren und alles plattfahren, dann wird Gott entweder ein neues Zuhause finden müssen oder so übermächtig werden, dass er ohne uns auskommen kann. Letzteres wiederum kann ich bis jetzt noch nicht (an-)erkennen. Er braucht uns – wir brauchen ihn. Es wird Zeit, dass wir das retten, was von ihm noch wirksam ist!

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