Pädophilie ist nicht katholisch - aber auch!
Wenn in den letzten Monaten Berichte über sexuelle Handlungen an Minderjährigen durch die Pressespalten geistern, dann ist es scheinbar nicht verwunderlich, dass katholische Würdenträger eine auslösende Rolle spielen.
Trotzdem ist es wichtig nicht aus den Augen zu verlieren, was hier eigentlich vorgeht. Es ist nicht die Tatsache an sich, die aufhören lassen sollte, denn Pädophilie ist eine Menschheitserkrankung, sondern der Tatbestand einer Kastenzugehörigkeit, die hierarchisch organisiert ist und Moral predigt.
Seit vielen Jahrtausenden gibt es pädophile Handlungen, die unermesslichen seelischen Schaden und lang anhaltendes menschliches Leid verursachen. Sie gehören zur Menschheitsgeschichte wie die ungezählten Kriege, die es abzuschaffen gilt. Dafür steht Unityall und dafür steht eine neue Ethik (die Biophrenologie), die dieses Unheil abschaffen möchte. Trotzdem leben wir in einer Übergangszeit, die uns zu Zeugen egomaner sexueller Handlungen werden lässt und uns dadurch darauf aufmerksam macht, dass hierarchisch organisierte Regime mit zölibatärem Einschlag und einer sexualfeindlichen Männerethik diesen pädophilen Neigungen einen ungeheueren Vorschub leisten.
Da hilft es nichts, auf die vielen Tausenden guten Taten der katholischen Gefolgschaft zu verweisen, denn sie sind es nicht, die am Pranger stehen sollten, sondern die Einenger, die Kastraten mit ihren verschrobenen Frauenbildern und ihren zu Fleisch und Blut verklärten Göttersöhnen; sie sollten sich fragen, wohin ihre scheinheilige Moral führen kann (die z.B. auch Geschiedene und bestimmte sexuell Nonkonforme aus der Gemeinschaft ausschließt).
Das Problem der Pädophilie ist NICHT die katholische Kirche. Die katholische Kirche ist das Problem des Religösen als Glaubensgemeinschaft, die andere nicht Konformgläubige ausschließt und diskreditiert. Mit dieser Grundhaltung bestätigt jegliche kirchliche und sektiererische Institution, dass sie den Gedanken an eine offene und tolerante Gesellschaft nur innerhalb ihrer Regularien unterstützt und damit nur halbherzig am demokratischen Gemeinwesen teilnimmt. In diesem Sinne ist die Kirche (gemeint sind ihre höchsten Würdenträger) mitverantwortlich für das Ungemach, das jungen gutgläubigen Menschen widerfahren ist und noch widerfährt. Diese Problematik ist - wohl gemerkt - eine, die ALLE religiösen Institutionen betrifft, sofern sie eine biophrenologische Weltsicht der Offenheit und Toleranz gegenüber dem scheinbar fremden Kodex verneinen.
Damit ist das Problem der Pädophilie kein eigentlich katholisches und schon gar nicht ein nur katholisches, sondern ein Problem der Eingrenzung und Verengung, ein Problem der Dummheit und der Verbohrtheit, ein Problem des Abgeschiedenseins und der Wirklichkeitsferne. Institutionen, die diese Merkmale verkörpern, bringen bei ihren Mitgliedern auffällige Neigungen zur Ausprägung. Damit haben wir es jetzt wieder zu tun. Leider.


