Home Politisches Zahl hat sich verdoppelt!

Zahl hat sich verdoppelt!

Wenn Zahlen sich verdoppeln, dann denken wir meistens an Schulden oder an Bevölkerungswachstum. Wenn wir an die Wenigen denken, die sich über die Vervielfachung ihres Einkommens freuen, dann reden viele von Neid! Sie kennen diese Neiddebatte bereits? Aus meiner bescheidenen Sicht hat das mit Neid nichts zu tun: Wenn sich die Zahl der Milliardäre (nicht die der Millionäre)...wenn sich also die Zahl der Milliardäre in China in den letzten zwei Jahren...

 

...verdoppelt hat, dann ist das keine Neiddebatte, sondern schlicht und ergreifend erst einmal eine Tatsache. Natürlich, die Zahl der Reichen musste wachsen. Bei einem Zwei-Milliarden-Volk, das gerade wirtschaftlich explodiert, war das zu erwarten. Wirklich?

Ist es normal, dass sich in einem Land, das von einer kommunistischen Partei regiert wird, die Zahl der Milliardäre innerhalb von zwei Jahren verdoppelt?

Wohl gemerkt: Das sind Menschen die mindestens 1000 Millionen Dollar besitzen, also mindestens nicht nur 100 Millionen, sondern gleich 10 Mal soviel.

Ja, das ist Geld, das erst einmal verdient werden muss. Am besten mit der eigenen Hände Arbeit. Am besten mit dem eigenen Kopf und mit der eigenen Lebenszeit. Das ist aber nicht der Fall. Ein Mensch , der soviel Geld verdient, muss andere Menschen dafür missbrauchen. Er nutz deren Arbeitszeit und Arbeitswillen, um sich zu bereichern. Grundsätzlich wäre es nicht verwerflich, den Arbeitswillen (oder die ökonomische Not!) anderer zu nutzen, um sie einen Vorteil daraus zu schaffen. In diesem Falle ist aber klar ersichtlich, dass hier überdimensioniert in die eigene Tasche gesteckt wurde, was andere mühsam erarbeitet haben.

Allein die Tatsache "Firmenbesitzer" oder "Chef" zu sein berechticht aus humanitärer Sicht nicht zur Ausbeutung. Milliardäre sind aber garantiert Ausbeuter, denn ihrer eigener Hände Kraft hätte das niemals zustande gebracht.

Wo ist das richtige Maß?

Ich denke, dass Menschen mit tollen Ideen und hervorragenden Kompetenzen unbedingt mehr verdienen dürfen als Menschen, die keine Lust auf Nichts haben. Das Maß dafür ist ein einfacher Stundenlohn. Es sollte Mindestlöhne geben - sagen wir 10 Euro (etwa auf die jeweiligen Länderbegebenheiten umgerechnet) und es sollte Maximallöhne geben - sagen wir 300 Euro.

Damit wäre ein hart arbeitender Mensch in der Lage sich eine Halbe Millionen im Jahr zu verdienen.

Ist das nicht ein prächtiger Lohn für ausdauernde und nachvollziehbare menschliche Leistung?

Er hätte in 10 Jahren 5 Millionen verdient und könnte sich davon zwei oder drei Häuser und ebensoviele Autos leisten. Wäre das nicht ein grandioses Zeichen seiner ökonomischen Intelligenz?

Es ist Zeit, dafür auf die Straße zu gehen und die Absahner in ihre Schranken zu verweisen. Drei Häuser und drei Autos sind mehr als genug. Wer fährt schon gleichzeitig soviele Karren und wer beehrt schon gleichzeitig drei Ortschaften mit seiner außerordentlichen Präsenz?

Alles andere ist für eine wachsende Welt (vor allem in Punkto Armut) eine Schande.

Es wird Zeit die eigene Achtsamkeit auf diese schreiende Ungerechtigkeit zu lenken. Das ist keine Neiddebatte, das ist eine Debatte um Gerechtigkeit und Maß.

 
Unityall!-Community

Benutzername

Passwort

Angemeldet bleiben