Home Ökologisches Fukushima, die Parasiten und das Rückwärtsrudern

Fukushima, die Parasiten und das Rückwärtsrudern

 

Als vor einigen Tagen das Erdbeben in Japan Schlagzeilen machte, dachte noch niemand an die Möglichkeit eines Atomkraftunglücks. Nachdem die Reaktoren der Reihe nach explodierten und ihr Innenleben preis gaben, begannen die ersten Atomkraftbefürworter zu rudern - rückwärts.
"Man habe es nicht ahnen könnnen. Kein Mensch habe damit rechnen können. Schließlich sehe die Statistik anders aus und die bisherigen Auslegungen seien auch nicht darauf eingestellt gewesen."

 

Fukushima wäre Grund genug für alle Nationen dieser Erde, endlich aus dieser unbeherrschten Technik auszusteigen. Ganz egal wie sicher die Technologie noch werden wird, die Endlagerung war vor Fukushima nicht gelöst und ist es jetzt erst recht nicht. Denn wohin mit den angebrutzelten Brennstäben nach der Katastrophe? In Omas Keller?

Die Amerikaner haben ein Endlager für horrende Summen gebaut. Es leckt nach wenigen Monaten - noch nicht einmal richtig im Betrieb -  und sollte doch für eine kleine Ewigkeit von Tausenden von Jahren ausgerichtet sein. Womit nur die Hälfte der Strahlungszeit abgedeckt sein würde. Aber die Philosophie des "Nach mir die Sintflut" hat noch nie funktioniert. Weshalb sollte sie jetzt greifen?

Die Franzosen verwenden 40 Prozent ihres Süßwassers für die Kühlung von Reaktoren. Und jetzt der Hammer: Die Chinesen (wer sonst!!!) haben im nächsten 5-Jahres-Plan den Bau von 50 Atomkraftwerken vorgesehen.

An dieser Stelle klinkte ich mich am liebsten aus und verschwände ins Nirvana. Eine Menschheit, die nach Fukushima noch Kraftwerke dieser Dimension baut, die hat es nur verdient als Parasit die Erde bald wieder zu verlassen. Bei 4 Milliarden Jahren Erdenzeit und 3 Millionen Jahren Menschheitsentwicklungszeit ein unvergesslicher Augenblick für Mond und Sonne. Doch dann war es um sie geschehen. Die Luft ward radioaktiv und sie begriffen, dass Leben im Atommüll nicht ralisierbar ist: Eben leider zu spät!
Was wohl nach ihnen kommen wird?

Jedenfalls haben die Konservativen - allen voran die liebe Frau Merkel und ihre Hörigen - jetzt ein Püfungsmoratorium in die Welt gesetzt. Deutsche Atommeiler sollen ENDLICH auf ihre Zuverlässigkeit überprüft werden. Schließlich waren sie in den vergangenen 40 Jahren auch sicher, aber eben nicht so sicher, dass sie als sehr sicher hätten bezeichnet werden müssen. Sie waren bisher nur eben so sicher, dass man die Atomindustrie mit längeren Laufzeiten bedienen konnte.
Nach Fukushima ist ein Zurückrudern aber unerläßlich geworden, denn offenbar gibt es auf dieser Welt Atomkraftwerke, die unter bestimmten Bedingungen unsicher werden können. In Deutschland sei dies im Prinzip nicht zu befürchten, denn deutsche Arbeitnehmer sind zuverlässiger als japanische und die deutschen Sicherheitsrichtlinien sind strenger und wirkungsvoller als die japanischen, die es offensichtlich noch kennenzulernen gilt - oder kennt die einer wirklich? Außerdem werden Richtlinien hierzulande eingehalten - wieder im Gegensatz zu japanischen - und Flugzeuge und Erbeben haben in Germany keine offizielle Erlaubnis sich im Beisein von Atomkraftwerken blicken zu lassen.

Obwohl also die Wahrscheinlichkeit eines Super-Gaus in Duetschland bei ...eben das mit den vielen Nullen -  läge, habe man sich jetzt entschlossen die anstehenden Landtags- und Kommunalwahlen von diesem Thema freizuhalten und deshalb dieses Moratorium in die Welt gesetzt.

Damit wird anerkannt, das Fukushima für die menschliche Gesundheit problematisch werden könnte - wohl kaum bereits ist!!! Denn eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit läge derzeit noch nicht vor (das hatte übrigens auch der damalige Innenminister Zimmermann im Zusammenhang mit dem Unglück in Tschernobyl behauptet).

Wir rudern also weiter gemächlich zurück und konstatieren:

  1. Atomkraft ist supersicher!
  2. Atomkraft ist lebensnotwendig
  3. Atomkraft ist eine supergünstige Energiequelle
  4. Atomkraft kann zwar Probleme aufwerfen
  5. Wenn Atomkraft Probleme aufwirft, dann sind sie jedoch beherrschbar
  6. Wenn Probleme im Zusammenhang mit Problemen um die Atomkraft nicht behrrschbar scheinen sollten, dann werde man das überprüfen
  7. und feststellen: siehe 1.
Noch Fragen?

 

 

 

 
Unityall!-Community

Benutzername

Passwort

Angemeldet bleiben